Axiells Bibliothekssystem Quria: Fragen und Antworten

Warum entwickelt Axiell ein neues Bibliothekssystem? Und was ist das Besondere daran? Wann ist es auf dem Markt erhältlich? Es gibt viele Fragen – hier bekommen Sie die Antworten.

Vor ungefähr vier Jahren traf Axiell die große Entscheidung ein komplett neues Bibliothekssystem zu entwickeln – Quria. Wir wollten dem Markt ein modernes System bieten, das für den Umgang mit digitalen Ressourcen konzipiert und entwickelt wurde und das der veränderten Rolle der Bibliotheken in der Gesellschaft gerecht wird. Dafür nutzt Quria vor allem neue technologische Möglichkeiten.

Neue Anforderungen des Marktes
Traditionelle Bibliothekssysteme unterstützen die traditionellen Bibliotheksprozesse. Heute und in Zukunft müssen die Systeme jedoch auf digitale Bedürfnisse eingehen, wie zum Beispiel auf das wachsende Angebot elektronischer Medien. Viele Bibliotheken möchten Ressourcen auch auf einfache Weise gemeinsam nutzen. Dies setzt voraus, dass das Bibliothekssystem zumindest teilweise cloudbasiert ist und über eine Infrastruktur verfügt, die eine gemeinsame Nutzung ermöglicht. Die Bibliotheken bieten zudem immer mehr Veranstaltungen, Schulungen, Vorträge und andere Aktivitäten an. Das stellt neue Anforderungen an das System, das diese reibungslos und transparent verwalten und vermarkten muss.

Die Digitalisierung ist ein Prozess, der Zeit in Anspruch nimmt. Sie erfordert von den Verantwortlichen, sie Schritt für Schritt umzusetzen. Und die Technologie muss in der Lage sein, die bereits bekannten und zukünftigen Anforderungen zu erfüllen.

Wir beobachten noch einen weiteren Trend: Die Bibliotheken sind von stillen Lese‑ und Ausleihorten zu offenen Treffpunkten für Lernen, Besprechungen und gemeinsames Wissen geworden. Einige Gemeinden entwickeln neue, offenere Formen von Treffpunkten und bauen Zentren auf, in denen die Bibliothek Teil eines größeren Kulturangebots ist.

Unsere Vision
Neben Modulen für Kernfunktionen einer Bibliothek, beispielsweise für die Sammlung (Metadaten), Ausleihe, Einkauf, Fernleihe und dem für den Betrieb einer Bibliothek erforderlichen Konfigurationsmodul, werden in Quria ständig neue Module entwickelt.

Ziel ist es, den modernen Bedürfnissen der öffentlichen Bibliotheken gerecht zu werden. Viele der Funktionen existieren bereits heute, jedoch in getrennten Systemen mit eingeschränkter oder gar keiner Integration in das Bibliothekssystem. Die Quria‑Vision ist es, dass Bibliothekare mehr Arbeit auf einer Plattform erledigen können, was wiederum bedeutet, Daten eher wiederzuwenden anstatt sie zu reproduzieren. Dies trägt auch zu einer viel besseren Nutzung der Informationen aus den Diensten selbst bei:

Wie viele Ausleihen gab es von Personen, die in einem bestimmten Teil der Stadt leben? Wie viele Teilnehmer im Alter von 10-15 Jahren haben in der vergangenen Woche Bibliotheksangebote genutzt?

Daten können auch im Rahmen des Datenschutzes und der Datenintegrität erstellt und für andere Zwecke wiederverwendet werden.

Die Entwicklung von Systemen braucht Zeit
Es braucht Zeit, um ein neues Bibliothekssystem zu entwickeln. Zum einen, weil der Umgang mit vielen Daten komplex ist. Zum anderen, weil wir uns für die Entwicklung eines Systems entschieden haben, das auf allen Märkten funktioniert. Das System muss dafür in die Standards und Parameter jedes Landes integriert werden.

Außerdem stellen wir die geplanten Funktionen und Module in Quria kontinuierlich bereit. Dies bedeutet, dass die Bibliothek sie nach Bedarf einführen kann. Die Zusammenarbeit mit unseren Kunden spielt eine Schlüsselrolle dafür, wie wir die Zukunft der Quria‑Plattform gestalten – genauso, wie es bei der zwanzigjährigen Entwicklung von BOOK-IT der Fall war.

Heutzutage müssen darüber hinaus weitere Parameter berücksichtigt werden. Wir müssen deshalb sorgfältig zwischen den gewünschten Funktionen wählen und nur die Funktionen implementieren, die der modernen Bibliothek wirklich zugutekommen.

Alltag in der Bibliothek
Die Bibliotheken stehen vor immer größeren Herausforderungen und viele sind bereits dabei, ihre Kernangebote neu zu bewerten. Oder sie suchen nach Wegen, um Nutzerinnen und Nutzern einen Mehrwert zu bieten. Eine wichtige Herausforderung ist die technologische Entwicklung und die zunehmende Nutzung des Internets als Informationsquelle.

In diesem Bereich sind sinnvolle Kooperationen und die Möglichkeit des Informationsaustauschs zwischen Kulturinstitutionen möglich. Da die Bibliothek immer mehr Treffpunkt und dritter Ort in der Gesellschaft ist, wandelt sich das Aufgabenprofil der Bibliothekarinnen und Bibliothekare: Sie werden von rein literarischen Kennern zu aktiven Vermittlern und Beratern aller Art, liefern Informationen und helfen den Besuchern.

Hinzu kommt, dass einige Bibliotheken heute rund um die Uhr zugänglich sind (Stichwort: Open Library), somit ohne Mitarbeiter auskommen und auch an ungewöhnlicheren Orten, etwa in Einkaufszentren, zu finden sind.

Die Konsequenz: Bibliotheken benötigen ein System, das reibungslos, effizient, flexibel, skalierbar und benutzerfreundlich ist.

Wer Quria nutzt, verfügt über ein System, das auf die Änderungen der Arbeitsmethoden vorbereitet ist, die derzeit in den Bibliotheken stattfinden. Axiell hat Quria von Anfang an zusammen mit sogenannten UX-Experten (UX für User Experience) entwickelt. So stellen wir sicher, dass es benutzerfreundlich ist, weniger Schulungsstunden erfordert und auch Menschen mit leichten Behinderungen es nutzen können. Da Quria über das Internet verfügbar ist, kann der Bibliothekar es „mitnehmen“, mit anderen Akteuren teilen und von überall auf das System zugreifen. Quria wurde zudem für eine verstärkte Automatisierung entwickelt. Das bedeutet, dass die üblichen Arbeitsabläufe in den Bibliotheken möglicherweise umgestellt werden müssen.

Wie sehen die nächsten Schritte aus?
Schon jetzt nutzen Bibliotheken in Norwegen und Deutschland Quria. Die Grundfunktionalität des Systems ist umfassend – doch wie bei allen anderen Systemen steigen die Erwartungen, wenn Benutzer das System anwenden und herausfinden, was sie sich noch wünschen. Jeder Markt ist bis zu einem gewissen Grad einzigartig und für uns ist es wichtig, einen Markt zufriedenzustellen, bevor wir den nächsten angehen.Wir bei Axiell teilen das Ziel der Bibliotheken, den Besuchern ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, die Nutzung der Bibliotheksressourcen auszubauen, neue Zielgruppen zu identifizieren sowie Wissen und Lesen zu inspirieren und zu motivieren. Quria ist ein wichtiger Schritt in diese Richtung und um dieses Ziel zu erreichen. Wir entwickeln ein System, das mit der Zeit Schritt hält.

Wenn Sie an unserer Quria‑Reise teilnehmen möchten, müssen Sie sich auf eine moderne Arbeitsweise in der Bibliothek einstellen, offen für neue Denkweisen und Entwicklungsmöglichkeiten sein. Auf diese Weise können wir gemeinsam die Bibliothek der Zukunft aufbauen.

Ich möchte mehr erfahren. Bitte nehmen Sie Kontakt mit mir auf.

2019-06-11T07:40:32+00:00